Warum ich (fast) nichts mehr bei McDonald´s, Burger King und KFC esse…

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Dass ich seit inzwischen mehr als 6 Jahren (Stand Oktober 2018) keinen Alkohol mehr trinke und schon länger Zigaretten sowie alle illegalen Drogen aus meinem Leben verbannt hatte, wissen die meisten Leute die mich kennen. Warum das so ist, das erzähle ich gerne mal an anderer Stelle.

Was deutlich weniger Menschen wissen: Schon fast zwei Jahre davor hatte ich das FastFood der großen Konzerne fast komplett von meinem Speiseplan gestrichen und das kam wie folgt: Es war wieder mal ein Freitag Abend wo ich mir am Heimweg nach einem langen Arbeitstag zwei Cheesburger zum mitnehmen vom McDonald´s geholt und dabei festgestellt hatte, dass das jetzt der fünfte Abend in Folge war, bei dem ich beim McDonald´s war und mir diesen überwiegend geschmacklosen Scheiß „gönnte“.

Warum geht man wohin zum Essen, wenn es einem nicht wirklich schmeckt? Es ist quasi überall verfügbar, relativ billig und geht schnell – FastFood eben.

Während ich auf dem Heimweg also auf den beiden Cheesburgern kaute – ohne viel zuckerhaltiges Cola zum runterspülen fast ungeniesbar bzw. kaum runter zu bringen – ärgerte ich mich über mich selbst, ähnlich war es mir Jahre zuvor mit dem Rauchen gegangen, welches ich dann auch eingestellt hatte.

Passend dazu spukte mir noch im Hinterkopf das Buch „Fast Food Nation“ herum, welches ich mir mal am Flughafen gekauft und reingezogen hatte – ich war damals schockiert über die Methoden von McDonald´s, Burger King & Co –  über die Zeit war es aber wieder in Vergessenheit geraten bzw. verdrängt worden.

Nachdem es mir zu der Zeit quasi unvorstellbar vorkam, nie mehr zum McDonald´s oder Burger King zu gehen beschloss ich, wenigestens einen Monat ohne Mäci und BurgerKing einzulegen – das kam mir damals schon krass vor. Gesagt – getan: ich hatte selten so einen Heißhunger auf Cheesburger, Whopper, Chicken McNuggets und Co wie in den ersten beiden Wochen, aber nach vier Wochen hatte ich es schon fast komplett vergessen. Wieder ähnlich wie beim Rauchen ;).

Das war ja einfach – wie auch das Rauchen aufhören übrigens – , also beschloss ich es auf ein Jahr auszuweiten, hatte aber bereits den nächsten Las Vegas – Urlaub vor Augen der genau in diesen Zeitraum gefallen wäre. Amerika ohne Whopper & Co.? Unvorstellbar…. also weichte ich das ganze etwas auf: Ich beschloss, das selbst auferlegte FastFood – Verbot nur in Deutschland strikt einzuhalten – im Hinterkopf hatte ich Reisen wie nach Minsk wo das einzige geöffnete Restaurant nach Mitternach das mit dem goldenen M war – oder eben Amerika.

Wieder waren die ersten Wochen hart: in dieser Zeit waren wir gefühlt jedes Wochenende noch unterwegs, entweder im Nachtleben oder auf der Heimfahrt von Messen mitten in der Nacht auf der Autobahn – und gegen die meisten Raststätten an der Autobahn sind McDonald´s und Burger King reine Gourmettempel – aber wer mich kennt, der weiß dass ich mir wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe dass auch durchhalte.

Nun sind inzwischen über acht Jahre vergangen: wenn ich mal Bock auf ´nen wirklich guten Burger habe, dann geht es entweder ins Burger House, Hans im Glück, Rotkäppchen oder unzählige andere Restaurants oder Bars.

Klassisches FastFood von den großen Ketten gibt es nur seltenst im Ausland – meistens weiß ich dann hinterher wieder, warum es mir in Deutschland inzwischen so leicht fällt darauf zu verzichten: Erst darf man sich anstellen oder umständlich an Automaten bestellen, bekommt dann von meist unmotivierten Menschen minderwertigen Fraß auf einem oftmals widerlichem Tablett serviert, welches man dann selber durch eine Menschenmenge an den Tisch tragen darf – wenn man denn einen findet, der frei und sauber ist.

Das Essen ist meistens nicht wirklich gut und optisch meilenweit von den durchaus appetitlichen Präsentationen weg, Atmosphäre quasi nicht vorhanden und es ist zwar „billig“, für die gebotene Qualitätt aber auch nicht wirklich günstig – dass das ganze auch noch hochgradig Umweltschädlich und moralisch äußerst Fragwürdig ist, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier.

Warum sollte man dort also noch hingehen und das konsumieren? Mir ist kein wirklicher Grund eingefallen und so ist es jetzt schon über acht Jahre her, dass ich das letzte mal einen McDonald´s, KFC oder Burger King (in Deutschland) von innen gesehen habe – und es fühlt sich ziemlich gut an.

Warum ich damit acht Jahre später um´s Eck komme? Weil ich mir am 31.10.2018 vorgenommen habe, einen Monat komplett ohne Fleisch und Wurst einzulegen – man könnte dazu auch „vegetarisch“ sagen… und während ich mich jetzt die ganze letzte Woche auf den Trip nach Wien am ersten Dezemberwochenende und die Käsekrainer dort gefreut hatte, hatte ich in Wien selber überhaupt keinen Bock mehr auf totes Tier und habe spontan beschlossen, das vegetarisch noch etwas auszuweiten bzw. Fleisch nur noch ganz selten und dafür dann bewußt zu essen – ich bin gespannt, wie das weitergeht – ich halte euch auf dem laufenden.

Warum Fleisch und Wurst deutlich reduzieren? Das ist aber dann wirklich einen eigenen Artikel wert.

Lesetipp von mir: das Buch „Fast Food Nation„.

Stephan Tempel

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